Donnerstag, 9. Juli 2015

Rezension: Love Letters to the Dead - Ava Dellaira

Erschienen bei cbt am 23.02.15
Seiten: 416

Hier kaufen: Buch (17,99 €) - Ebook (13,99 €)

Hier zur Leseprobe



© Die Cover- und Zitatsrechte unterliegen dem Verlag cbt







Erster Satz:

Lieber Kurt Cobain,
wir haben gerade Englisch und sollen einen Brief an eine berühmte Persönlichkeit schreiben, die schon verstorben ist.




Cover:

Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut, es ist mal etwas anderes. Bisher habe ich noch kein ähnliches Cover gesehen. 
Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches und ist insgesamt sehr schön. Irgendwie wirkt es ziemlich verträumt und der "Galaxy-Hintergrund" hat auch noch mal etwas tolles an sich.
Meines Wissens nach unterscheidet sich das deutsche Cover nicht vom Englischen, so dass mir logischerweise beide gleich gut gefallen.



 
Inhalt:

Alles beginnt damit, dass Laurel in der Schule einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben soll. In Gedenken an ihre verstorbene Schwester May wählt sich Kurt Cobain aus. Doch anstatt die Briefe an ihre Leherin abzugeben, so wie es die Aufgabe des Englischunterrichtes vorsah, erzählt sie dem Lieblingsstar ihrer Schwester von ihrem Leben. Es entstehen lange Unterhaltungen mit den verschiedensten verstorbenen Persönlichkeiten, welche Laurel bewundert und ihnen schüttet sie ihr Herz aus. Sie erzählt ihnen von der Schule, ihrer großen Liebe Sky, ihren Freunden, ihren Gefühlen und von ihrer Vergangenheit. Indem sie ihnen von der Wahrheit über May erzählt, findet sie wieder ins Leben zurück, fängt an glücklich zu sein und ihr wahres Ich zu finden und kann schlussendlich einen letzten Brief an ihre Schwester May schreiben.




Zitat:

Ich lasse meine Gedanken weiter kreisen und weiß trotzdem immer noch nicht, was das alles für einen Sinn ergeben soll. Aber vielleicht ist es ja okay, dass es Dinge gibt, die zu groß sind, als dass wir sie mit unserem Geist erfassen könnten.
( Love Letters to the Dead - Ava Dellaira; S. 140 )




Schreibstil und Charakter:

Der Schreibstil von Ava Dellaira ist wirklich toll. Das Besondere daran ist einfach, dass sie das komplette Buch in Briefen geschrieben hat. Andererseits merkt man dass nur daran, dass sie die Personen anspricht und an den Begrüßungen, sodass man das ein oder andere Mal auch schon vergessen kann, dass es sich hier um Briefe handelt. Zusätzlich schafft sie es auch, die Briefe so wirklich erscheinen zu lassen. Man glaubt wirklich, dass die Briefe von einem jungen Mädchen geschrieben wurden, welches gerade auf die Highschool gekommen ist.

Die Protagonistin, Laurel, bringt die Autorin ebenfalls gut rüber. Man kann förmlich sehen, wie kindisch sie auf eine Art ist und dass sie manchmal nicht weiß was sie tut. Und trotzdem hat sie schon so vieles hinter sich. Das macht Laurel unglaublich sympatisch.




Meinung/ Fazit:

Das Buch Love Letter to the Dead fande ich sehr ansprechend. Allerdings hatte es keinen "Wow-Effekt" und ich würde es auch nicht unbedingt noch einmal lesen. 
Die Story war wirklich toll, ab und zu wollte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand lassen. Aber dieses Verlangen das Buch sofort zu verschlingen und es andererseits nicht verkraften können dass es endet, was man bei sehr, sehr guten Büchern so hat, war leider nicht vorhanden. Sehr gefallen hat mir auch die Idee mit den Briefen und das emotionale Schreiben an die Berühmtheiten.

Alles in allem ein sehr gutes und empfehlenswertes Buch für zwischendurch, welches bedauerlicherweise nicht sonderlich überragend war. Aber man kann es gut und flüssig lesen und es hat eine tolle Story und deswegen bekommt es von mir 3,5 / 5 Sternen. 







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen